Eine Seebestattung ist die Beisetzung der Asche des/der Verstorbenen im Meer.
Seebestattungen werden in Deutschland immer häufiger durchgeführt, da sich mittlerweile jeder für diese Bestattungsform entscheiden kann. Früher waren Seebestattungen nur Seeleuten vorbehalten.
Nach dem Tod eines/einer Angehörigen kann die Seebestattung bereits
2 Wochen später stattfinden. Die Angehörigen können auch wie
bei anderen Bestattungsformen zuerst Abschied am Sarg des/der Verstorbenen
nehmen und auf Wunsch eine Trauerfeier auf dem Friedhof mit Musik und Trauerrede
bestellen.
Zur Seebestattung versammeln sich die engsten Angehörigen am Hafen und
steigen an Bord eines Motorschiffes. Das Schiff tritt seine Fahrt bis zur
Beisetzungsposition außerhalb der Dreimeilenzone an. Nun kann an Bord
Musik abgespielt und bei Bedarf eine Trauerrede gehalten werden. Der Kapitän
lässt die Urne nach ein paar kurzen Abschiedsworten sanft ins Meer gleiten.
Die Seebestattungsurne ist aus einem speziellen Material gefertigt, das sich
binnen kurzer Zeit im Meer auflöst.
Die Angehörigen übergeben ihre Blumen dem Meer und das Schiff umrundet
gleichzeitig langsam die Beisetzungsstelle. Das Läuten der Schiffsglocke
verstärkt die würdige Zeremonie. Danach geht es wieder in den Hafen
zurück.
Die Stelle, an der die Urne beigesetzt wurde hat der Kapitän schriftlich
im Logbuch festgehalten und die Angehörigen erhalten später einen
Auszug aus diesem Logbuch und eine Seekarte, auf der die Beisetzungsposition
eingezeichnet ist.